Loading...
Britta Steffen, Doppelolympiasiegerin, 0:23.73 min
Die schnellste Schwimmerin der Welt, über 50m und 100m Freistil in Peking 2008, Weltrekord über 50m Freistil

Karriere

Ihre Schwimmkarriere begann Britta Steffen beim SSV PCK 90 in Schwedt. Mit zwölf Jahren wechselte sie nach Potsdam auf die Sportschule. In den Jahren 1998 und 1999 belegte Steffen bei Jugendmeisterschaften auf deutscher und europäischer Ebene diverse Medaillenplätze in verschiedenen Disziplinen. Allein bei den europäischen Juniorenmeisterschaften errang sie acht Siege.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2000 belegte sie als Jahrgangsbeste jeweils den dritten Platz über 50 und 200 Meter Freistil. Sie startete bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney als Vorlaufschwimmerin in der 4×200-Meter-Freistilstaffel, die später die Bronzemedaille gewann. Außerdem belegte sie mit dem 4×100-Meter-Freistil-Team den vierten Platz. Nach den Europameisterschaften wechselte sie zur SG Neukölln nach Berlin. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen startete Britta Steffen auf zwei Strecken.

Schwimmeuropameisterschaften 2006

Bei den Schwimmeuropameisterschaften 2006 in Budapest war sie zusammen mit Petra Dallmann, Daniela Götz und Annika Liebs Mitglied der 4×100-Meter-Freistilstaffel, die in 3:35,22 Minuten zu Gold schwamm und dabei einen neuen Weltrekord aufstellte. Bei diesem Rekord schwamm sie an Position 3 ihre 100 Meter bei "fliegendem" Start in sensationellen 52,66 Sekunden, der schnellsten Zeit, die bis dahin von einer Frau über diese Strecke geschwommen wurde.

Zwei Tage nach dem Staffelerfolg triumphierte sie ebenfalls in Weltrekordzeit von 53,30 Sekunden im 100-Meter-Freistilfinale. Nur 24 Stunden später gelang ihr ein dritter Triumph mit Gold und Weltrekord im 4×200-Meter-Freistilwettbewerb in 7:50,82 Minuten, zusammen mit Petra Dallmann, Daniela Samulski und Annika Liebs.

Am letzten Wettkampftag gewann sie auch über 50 Meter Freistil in 24,72 Sekunden und egalisierte dabei den deutschen Rekord. Nur eine Stunde später verpasste Steffen ihr fünftes Gold als Schlussschwimmerin der 4×100-Meter-Lagenstaffel trotz einer famosen Aufholjagd hauchdünn und kam auf den zweiten Platz.

Mit insgesamt vier Goldmedaillen und einer Silbermedaille war Britta Steffen die erfolgreichste Athletin der Schwimmeuropameisterschaften 2006.

Schwimmweltmeisterschaften 2007

Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2007 in Melbourne gewann Britta Steffen Bronze über 100 m Freistil in 53,74 Sekunden und verpasste damit ihr gestecktes Ziel Gold. Dagegen konnte sie mit der 4×200-Meter-Freistilstaffel die Silbermedaille erkämpfen. Zusätzlich startete sie über 50 Meter Freistil, in der 4×100-Meter-Lagenstaffel und in der 4×100-Meter-Freistilstaffel. In allen drei Rennen konnte sie jedoch keine Medaille gewinnen.

Olympische Spiele 2008

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann sie in der neuen olympischen Rekordzeit von 53,12 Sekunden die Goldmedaille über 100 Meter Freistil. Dies war die erste deutsche Schwimm-Goldmedaille seit dem Titel von Dagmar Hase bei den Spielen 1992 in Barcelona.

Zusätzlich gewann sie die Goldmedaille über die 50 Meter Freistil-Strecke in der Zeit von 24,06 Sekunden mit einem Vorsprung von einer Hundertstelsekunde auf Dara Torres. Sie stellte mit ihrer geschwommenen Zeit sowohl einen neuen olympischen Rekord als auch einen neuen Europarekord auf. Beide Titel wurden zudem mit einem Schwimmanzug geholt, der in der Fachwelt als "langsam" eingestuft wurde.

Deutsche Meisterschaften 2009

Steffen verbesserte im Juni 2009 bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin den zuvor von Lisbeth Trickett gehaltenen Weltrekord über 100 Meter Freistil zweimal, auf zuletzt 52,56 Sekunden.

Weltmeisterschaften 2009

Ihren ersten Titel bei den Weltmeisterschaften in Rom erschwamm sie in erneuter Weltrekordzeit von 52,07 Sekunden über 100 Meter Freistil. Bereits in der Qualifikation über 4×100 Meter Freistil verbesserte Steffen ihren eigenen Weltrekord im Rahmen des Staffelrennens als Startschwimmerin auf 52,22 Sekunden. Das deutsche Quartett belegte mit der Besetzung (Steffen, Samulski, Dallmann, Schreiber) den zweiten Rang (3:31,82 Minuten) hinter den Weltrekord (3:31,72 min) schwimmenden Niederländerinnen. Das deutsche Team blieb dabei ebenfalls deutlich unter dem vorherigen Weltrekord (3:33,62 min). Ihre dritte Medaille gewann Britta Steffen mit der Staffel über 4×100 m Lagen, in der sie als Schlussschwimmerin zusammen mit Daniela Samulski, Sarah Poewe und Annika Mehlhorn den dritten Platz hinter den Staffeln aus China und Australien belegte.

Am Abschlusstag der Wettkämpfe war Britta Steffen schließlich auch über 50 Meter Freistil erfolgreich. Sie gewann in neuer Weltrekordzeit von 23,73 Sekunden vor Therese Alshammar, sowie den zeitgleichen Cate Campbell und Marleen Veldhuis.

Schwimmeuropameisterschaften 2012
Steffen gewann bei den Schwimmeuropameisterschaften 2012 Gold über die 50-Meter-Freistil, mit der 4×100-Meter-Freistil Staffel und der 4×100-Meter-Lagenstaffel sowie Silber über die 100-Meter-Freistil.
Olympische Spiele 2012

Britta Steffen erreichte in 50m Freistil mit 24,46 s einen 4. Platz. Diese Platzierung war die beste unter allen deutschen Schwimmerinnen.


Weltrekord 50m Freistil

0:23,73 min

2. August 2009 in Rom

Europarekord 4×100 m Lagen
(mit Samulski, Poewe und Mehlhorn)

3:55,79 min

1. August 2009 Rom

Weitere Auszeichnungen


Kontakt / Management

Kontakt
Regine Eichhorn